Nach zweimonatiger Pause war die dritte Mannschaft wieder zu einem Spiel in der C-Klasse aufgerufen, dieses Mal zu Hause gegen SC Hohenpeißenberg II. In nahezu präzisem Stundenrhythmus nahmen die einzelnen Partien ihr Ende. Gerit Knackfuß bekam auf Brett 2 als Weißer bei einem angenommenen Damengambit frühzeitig Probleme, so dass er nach einer Stunde keine Chance mehr sah. Zu diesem Zeitpunkt kämpfte Moritz Sunde auf Brett 3 mit Schwarz gegen seinen nominell deutlich höher eingestuften Gegner um die Sanierung seiner Position. Dies gelang, und mit einem sorgfältigen Spiel konnte er die Oberhand behalten und nach zwei Stunden den Ausgleich 1:1 für die Mannschaft sichern. Jetzt stand das Spitzenbrett mit dem Mannschaftsführer Hermann Weidner im Fokus. Aus der Französischen Verteidigung mit Schwarz hatte er ein starkes Bauernzentrum aufgebaut, das sein Gegner mit einem einzelnen, von einem Läufern unterstützten Bauern blockierte. Im Gegenzug standen am Damenflügel zwei weißen Bauern einem schwarzer Bauer plus Läufer gegenüber, letzterer konnte auch den Einbruch der weißen Schwerfiguren auf der C-Linie verhindern. Schließlich erzwang Weiß den Läufertausch, beim Wettrennen der jetzt befreiten Bauern hatte der weiße Randbauer die Nase vorn, und das Verwandlungsfeld für die neue schwarze Dame war zu weit abseits vom eigenen König, als dass sie noch in den Kampf hätte eingreifen können. Nach genau drei Stunden stand es 1:2 für die Gäste. Und so lange hatte es auch gedauert, bis in die Partie unseres Jugendlichen Adam Berger auf Brett 4 Bewegung kam. Fast zwei Stunden nach Spielbeginn standen noch alle Figuren auf dem Brett, die Stellungen waren tief in einander verkeilt. Jetzt, nach drei Stunden und noch nicht einmal 30 Zügen standen beide Spieler unter hohem Zeitdruck. In der raschen Abfolge behielt Adam die Übersicht und wartete mit einigen starken Zügen auf, so dass er sich nach der Zeitkontrolle in dem Turmendspiel mit jeweils fünf Bauern einen freien Randbauern schaffen konnte. Damit war der gegnerische Turm zur Absicherung des Umwandlungsfelds gelähmt, so dass der Rest des Spiels keine Probleme mehr machte. Nach vier anstrengenden Stunden war der Ausgleich von 2:2 geschafft! [Bericht von Hermann Weidner]

Für Wolfratshausen I gab es in der Zugspitzliga einen kampflosen Sieg. Der Gegner TV Tegernsee II konnte leider keine vollständige Mannschaft stellen und sagte die Begegnung daher ab. Das macht sich zwar auf unserem Punktekonto mit 8:0 Brettpunkten und 3:0 Mannschaftspunkten gut, ist aber sportlich natürlich sehr unbefriedigend.