Eine spannende Saison endete mit einem dramatischen Finale! Auf Platz 2 liegend mussten wir heute gegen die Gäste aus Penzberg gewinnen, um an dem (spielfreien) Tabellenführer Weilheim 1 noch vorbeizuziehen.

Unser Spitzenbrett Reinhold Pohle fiel krankheitsbedingt sehr kurzfristig aus. Zum Glück konnte Peter Schneider, eigentlich zur Berichterstattung für unsere Homepage vor Ort, direkt einspringen!

Lieber Reinhold, von uns allen eine gute und rasche Besserung! Wir denken an Dich!

Mannschaftsführer Robert Balder gewann am ersten Brett kampflos, da die Penzberger nur zu Dritt antraten. Ein Vorteil für uns, wenn auch sportlich schade.

Klaus Grießbach an Brett 2 sicherte in einer ausgekämpften Partie einen halben der noch erforderlichen Punkte. Zum Schluß war ein vollkommen ausgeglichenes Endspiel mit beiderseits je einem Springer und einigen verbundenen Bauern auf dem Brett, sodass das Remis auch folgerichtig war. Sichtlich erwarteten beide Spieler schon sehnsüchtig das durch den Mannschaftsführer versprochene Eis, das dann allerdings noch lange auf sich warten ließ, dann die Begegnung sollte tatsächlich noch vier Stunden andauern, und diese Stunden waren wirklich spannungsgeladen!

Unser sonst so sicherer Hans Höbart am Brett 3 verlor leider früh einen Bauern, ohne dafür rechte Kompensation zu erhalten. Nach langem Kampf ging der Punkt an die Gäste.

1,5:1,5 der Zwischenstand, und Peter Schneider musste somit seine remisliche Stellung unbedingt gewinnen! Schwierig! Aber Peter legte seine ganze Kraft und Kreativität in das Endspiel.

Und das Wunder geschah! Peter stellte eine geschickte Falle, die seinem Gegner eine vermeintliche Verbesserung seiner Stellung verhieß. Aber lest selbst, wie es Peter an seinem Brett erlebte:

Peter Schneider: „Ich mußte heute ganz überraschend spielen, anstatt mich, wie erwartet, auf meine Tätigkeit als Berichterstatter und Fotograf konzentrieren zu können. Da ich mich also nicht vorbereitet hatte, mußte ich gegen meinen Gegner Hermann Deufel-Euba von den Penzbergern, den ich von einer früheren Begegnung schon kannte, ein wenig improvisieren. Eigentlich wollte ich mit Weiß einen Königsindischen Aufbau spielen, aber letztlich ist es dann ein Damengambit geworden – eine Eröffnung, die ich sonst fast nie spiele.

Ich stand die ganze Partie über recht gut, konnte mir das Läuferpaar sichern, und war deshalb guten Mutes. Mein Gegner bot mir während der Partie zu unterschiedlichen Zeitpunkten drei Mal (!) Remis, aber da ich sah, dass Hans eher zweifelhaft stand und er möglicherweise sogar verlieren würde, entschied ich mich, auf Gewinn zu spielen, um unsere Chancen auf den Titel zu erhalten.

Im weiteren Verlauf setzte ich meinen Gegner gehörig unter Druck, aber er verteidigte sich zunächst sehr umsichtig. Im 45. Zug habe ich dann wohl tatsächlich, wie mir meine Mannschaftskameraden später berichteten, eine Möglichkeit zum Figurengewinn übersehen, sodass die Partie dann tatsächlich ins Endspiel ging, in welchem die Remisbreite wohl nicht überschritten war. In der Schlussphase erspähte ich dann doch noch die Möglichkeit, meinem Gegner mit einem scheinbar dumm aussehenden Schachgebot eine kleine Falle zu stellen, in die er dann auch, zu unserem Glück, prompt hineintappte, und damit die Partie wegstellte. Seht selbst:“

2,5:1,5 am Ende und die Rückgewinnung der Meisterschaft. Der sich derzeit in Schweden befindliche Kapitän Stephan Balder ist unglaublich stolz und freut sich aus der Ferne mit!

Mit dem Titelgewinn sind wir qualifiziert für die Oberbayerische Senioren-Mannschaftsmeisterschaft, die am 25. Juli in einem Tagesturnier mit 4 Mannschaften ermittelt wird. Einzelheiten dazu folgen.

P.S. Grüße und Gratulation an die zwei Weilheimer Mannschaften für die Plätze 2 und 3 in der Abschlusstabelle. Die außergewöhnliche Performance beider Weilheimer Teams spornte uns stetig zu Bestleistungen an!

Peter Schneider, Man of the Match!

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