24 Spieler an 12 Brettern, entsprechend gedrängt ging es heute mal wieder zu im Bürgerhaus Weidach. Unsere 1. Mannschaft empfing die 1. Garnitur der Windacher, unsere 3. Mannschaft deren zweite.

Nicht mal eine halbe Stunde war vergangen, da klingelte plötzlich ein Handy! Unser Spieler an Brett 2 der 3. Mannschaft war der „Übeltäter“, hatte er doch schlicht vergessen es auszuschalten, was gemäß Regel zum Verlust der Partie führt. Aber Teamcaptain Hermann Weidner (1) gelang nur Minuten später bereits der Ausgleich, den Nicola Reichert (4) und Moritz Sunde (3) im weiteren Verlauf noch zu einem souveränen 3:1 Erfolg drehten. Tabellenplatz 2 in der C-Klasse ist der verdiente Lohn!

Wie schaute es bei der 1. Mannschaft aus? Abgesehen von einem frühen Remis von Klaus Grießbach an Brett 4 dauerten hier die Partien deutlich länger. Erst gegen 13 Uhr, also nach rund 3 Stunden Spielzeit wurde die nächste Partie beendet. Peter Schneider (Brett 7) versuchte mittels einer Holländischen Verteidigung (mit Zugumstellung) zum Vorteil zu kommen, aber sein Gegner hielt immer das Gleichgewicht. Ebenfalls Remis endete nur Augenblicke später die Partie von Stephan Balder (6), nachdem eine Ungenauigkeit einen eh nur leichten Vorteil zunichte machte. Reinhold Pohle an Brett 2 geriet auf seinem Königsflügel zunehmend unter Druck, wickelte nicht präzise genug ab und musste aufgeben, während Matthias Schmidt (3) leider auch nicht mehr als ein Remis erreichen konnte. Diese vier Partien endeten alle innerhalb von 20 Minuten.

2:3 Rückstand bei noch drei zu spielenden Partien. Was machen Felix, Hans und David?

Hans Höbart (5) hatte eine Figur für zwei Bauern gewonnen, die Stellung mit nur noch Leichtfiguren war aber schwer zu spielen! Ein taktisches Manöver erlaubte dem Gegner zu vereinfachen und so gab es auch hier ein Remis. David Prassas (8) gelang nach langem Lavieren ein Durchbruch am Damenflügel, gewann eine Figur, wehrte geschickt Dauerschachmotive ab und zwang seinen ebenfalls jungen Gegner zur Aufgabe. Ausgleich zum 3,5 : 3,5!

Alle Augen konzentrierten sich nun endgültig auf das Spitzenbrett, an dem Felix Beck den Windacher Hans Kobert zu überwinden versuchte. Lange sah es kompliziert aus, mit Risiken für beide Seiten! Es entstand ein Endspiel mit je zwei Bauern auf unterschiedlichen Flügeln, wobei Felix den kleinen Vorteil des Läuferpaars gegen Läufer und Springer hatte. Wo viele sich mit einem Unentschieden begnügt hätten, suchte Felix geduldig und sorgfältig den Gewinnweg (siehe Titelbild).

Mit Erfolg! Felix wies nach, dass ein richtig eingesetztes Läuferpaar spielentscheidend sein kann. Groß war die Freude bei den Wolfratshausern, als Felix‘ Gegner fair die Hand zur Aufgabe reichte! 4,5 : 3,5 Endstand und ein gesicherter Platz in der vorderen Tabellenhälfte! 🙂

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