So begann ein lustiger, mit „Bad Tölz“ endender kurzer Reim, den Reinhold Pohle einst aus seiner schier uneingeschränkten Sprüchekiste zauberte. Tatsächlich ging es heute mit unserer 1. Mannschaft nach Bad Tölz, die als Gastgeber sehr gut aufgestellt waren. Während die meisten Partien einen zunächst ruhigen Verlauf auswiesen, ging es auf den Brettern von Felix Beck (1) und Peter Schneider (7) ziemlich schnell in den „Infight“. Felix musste sich gegen eine „Moderne Verteidigung“ mit frühem Angriff gegen seine lange Rochade erwehren. Andersherum bei Peter, der mit einem „Wiener Gambit“ bereits im 10. Zug zwei Bauern investiert hatte, aber leider den auch in dieser Eröffnung so wichtigen weissen Läufer tauschen musste.
Reinhold Pohle (2) hatte es mit Hannah Kuckling, einer WFM, zu tun. Noch gut aus der Eröffnung herausgekommen, wendete sich das Blatt ganz plötzlich, und Reinhold musste seiner Gegnerin noch vor dem Mittagsläuten gratulieren.
Peter konnte sich mit Geschick und Glück langsam befreien und sogar wieder Materialausgleich erzielen. Vom Ringen am Brett erschöpft, einigte man sich auf Remis.
Mit Karpov‘scher Geduld belagerte Matthias Schmidt (3) seinen Gegner, aber es gab leider kein Durchkommen. Auch hier somit auch eine Punkteteilung.
Felix Beck‘s Gegner erhöhte derweil den Druck und wickelte schön in einen nicht mehr abwehrbaren Mattangriff über.
1:3 der Zwischenstand aus unserer Sicht, und an den verbleibenden Brettern sah keine Partie zu unseren Gunsten aus.
Christoph Humburg (4) sah sich mit seiner Leningrader Verteidigung zunächst etwas in der Defensive, konnte sich trotz beginnender Zeitnot aber gut befreien und Remis bieten, was sein Gegner gerne annahm.
Auch beim in dieser Saison so zuverlässigen Hans Höbart (6) war in der „Italienisch“ eröffneten Partie nichts zu holen, also auch hier eine Punkteteilung.
Renato Wittstadt eröffnete an Brett 5 gegen Königsindisch, bot früh Remis, welches aber abgelehnt wurde. Nur kurze Zeit später flog ihm sein Königsflügel um die Ohren. Renato, geübt in schwierigen Stellungen, verteidigte sich noch lange, musste aber am Ende doch die Hand zur Aufgabe reichen.
Superspanned war das Finale der Partie an Brett 8 von David Prassas. Lange ausgeglichen stehend entwickelte sich ein Endspiel, in dem David einen Springer für drei unverbundene, aber schon vorgerückte Freibauern erhielt. „Steht er besser oder steht er gar auf Verlust?“ rätselten die vielen Zuschauer in dieser unklaren Stellung. David behielt Nerven und Übersicht und holte am Ende den Sieg für sich. Bravo!
Am Ende aber ein verdienter 5:3 Erfolg unserer Gastgeber! Und Danke für den kostenlosen Kaffee! 👍



