
Am 22. Juli verstarb nach langer, schwerer Krankheit im Alter von 90. Jahren unser langjährigstes Mitglied und Ehrenmitglied, Walter Zimmermann! Vielen von uns, und sicherlich auch im ganzen Schachkreis, noch gut als Walter Kreder bekannt, der Name, den er bis zu seiner zweiten Eheschliessung innehatte.
In der Zeit, als Walters Gesundheitszustand es ihm nicht mehr ermöglichte am Vereinsleben teilzunehmen, waren es insbesondere Knut Schallöhr und Richard Wallner, die weiterhin Kontakt zu ihm hielten und mit ihm, solange es eben noch ging, auch seine so geliebten Blitzpartien spielten. Besonderer Dank euch beiden ganz herzlich dafür an dieser Stelle! Vergangenes Jahr im September beglückwünschten ihn Vertreter vom Verein zu seinem 90. Geburtstag mit einem Geschenkkorb und einer Foto-Collage.
Walter war Zeit seines Lebens ein „Schachkämpfer“. Natürlich mit den grundlegenden Prinzipien der Eröffnungen und Mittelspieltheorien ausgestattet, suchte er in seinen Partien meist den „dynamischen Nahkampf“ jenseits gängiger Theorie, was seine Gegner oft, und insbesondere in Blitzpartien, schnell in Verlegenheit brachte. Aber auch seine „Nehmer- und Widerstandsqualitäten“ waren legendär und bei manchen von uns war der Spruch „Walter hat erst verloren, wenn er wirklich aufgegeben hat!“ wohlbekannt. So mancher von uns – und vielen weiteren Gegnern in z.B. Mannschaftskämpfen oder Kreiseinzelmeisterschaften – wird sich erinnern, gegen ihn eine eigentlich schon gewonnene Partie noch aus der Hand gegeben zu haben.
Schachkämpfer in der Art wie Walter Zimmermann sind mittlerweile rar geworden! Mit großem Respekt erinnern wir uns an Dich und trösten uns vielleicht mit der Vorstellung, dass vor Dir jüngst Verstorbene wie Manfred, Uwe und Eduard irgendwo im Jenseits schon ein paar Schachbretter aufgestellt haben und sich freuen, jetzt auch wieder mit Dir bis tief in die Nacht zu blitzen!

Am 16. Juni verstarb Eduard Humburg – er war über viele Jahre unser engagierter Spielleiter und geschätztes Ehrenmitglied.
Sein ganzes Leben lang prägte ihn die Leidenschaft für das Spiel der Könige. Dabei ging es ihm aber nie darum, voller Ehrgeiz zu gewinnen. Ob er bei Turnieren die vorderen oder die hinteren Plätze belegte, war ihm nie besonders wichtig. Es war die pure Freude am Spiel und am Beisammensein mit Menschen, die ihn immer wieder ans Brett lockte.
Dabei gelang ihm durchaus auch immer mal wieder so mancher Überraschungssieg gegen stärkere Spieler. Ein Remis war für ihn selten eine Option, lieber spielte er die Partien aus und riskierte den Verlust einer Gewinnstellung, als das Spiel vorzeitig zu beenden.
Neben seiner langjährigen Tätigkeit als Mannschaftsführer der 3. Mannschaft übernahm er für mehr als 25 Jahre (bis 2013) sehr engagiert das Amt des Spielleiters im Schachclub. Später brachte er das königliche Spiel jungen Kindern in der Grundschule bei. Die Leidenschaft für das Schachspiel gab er auch an seine beiden Söhne Michael und Christoph weiter, die beide bis heute für den Schachclub Wolfratshausen spielen.
Sein hohes Engagement für den Schachclub und seine Liebe für das Schachspiel hinterlassen eine Lücke, die wir mit dankbaren Erinnerungen füllen werden.

18.10.2025 – Plötzlich und völlig unerwartet ist unser Schachfreund Uwe Trippe verstorben. Uwe wurde am 18.12.1941 in Schwelm (liegt zwischen Wuppertal und Ennepetal) geboren. Er war seit 01.01.1973 Mitglied im Verein und dessen erster Vorsitzender von 1977 bis 1982. Neben seinem Hauptberuf als Niederlassungsleiter des Regionalverkehrs Oberbayern hatte er im Club auch über längere Zeit die Rolle des Spielleiters inne und kümmerte sich des Weiteren mit hohem Engagement jahrelang und vorbildlich um die Jugendarbeit.
Am kommenden Freitag, 24.10., ist die Beisetzung in Münsing.
Fassungslos und in tiefer Trauer, Deine Freunde vom Schachclub Wolfratshausen
Lieber Uwe,
es war wohl im Herbst des Jahres 1980, als ich meinem Bruder Robert in den Schachclub Wolfratshausen folgte. Noch recht schüchtern betrat ich das Bürgerhaus Weidach, in den der Club kurz zuvor eingezogen war, und wurde direkt von Dir angesprochen. Nach kurzer Vorstellung fragtest Du mich, ob ich denn Lust hätte, gleich in die angelaufene Clubmeisterschaft einzusteigen. Natürlich sagte ich ja und spielte meine allererste Partie im Club gleich gegen Dich! Du warst damals nicht nur Vorsitzender, sondern auch Spielleiter und für die Jugend verantwortlich. Damals gab es quasi keine Kinder in der Jugend, wir – ein gutes Dutzend – waren eher eine „So um die 18 Truppe“. Du hast Dich engagiert und vorbildlich um uns gekümmert, egal ob es sich um Jugendturniere, den Einsatz in Mannschaftskämpfen von den „Großen“ handelte oder Turniere teils weit außerhalb unseres Schachkreises (dessen Vorsitzender Du, wenn ich mich recht erinnere, auch eine Zeitlang warst).
Äußerst beliebt gewesen und legendär ist auch Deine mit sehr viel Liebe und Aufwand gestaltete Schachzeitung für unseren Verein geworden. Wenn man bedenkt, dass diese lange vor dem Beginn der Digitalisierung mit quasi rein manuellem Aufwand erstellt wurde, kann diese Leistung gar nicht hoch genug eingeschätzt werden.
Aus familiären Gründen hast Du Dich irgendwann von Deinen Ämtern verabschiedet, bist dennoch unserem Verein immer treu und ergeben geblieben. Du warst bis in die Gegenwart eine geschätzte Autorität, ohne jemals autoritär zu sein. Dein Wesen, Deine Kompetenz, Dein Engagement, Deine Liebe zum Schach und auch Deine gewisse Lässigkeit waren immer gefragt und geschätzt und werden uns fehlen.
Auch im Namen aller Mitglieder vom Schachclub Wolfratshausen verneige ich mich in Dankbarkeit vor Dir!
Dein Schachfreund Stephan

Am Freitag, den 4. Juli 2025 ist unser lieber Schachfreund Manfred Wriesnik verstorben. Manfred, auch Ehrenmitglied in unserem Verein, wurde am 24.12.1939 in Passau geboren, seine Beisetzung fand am 25.7., 14:00 im Friedhof Waldram statt.
Unser Schachfreund Uwe Trippe, der mit Manfred seit Jahrzehnten befreundet war, erinnert sich:
Eine traurige Nachricht erhielten die Freunde des Schachclubs Wolfratshausen am 4. Juli vom plötzlichen Tod ihres geschätzten und äußerst beliebten Schachfreundes Manfred Wriesnik.
Wriesnik wechselte den Schachclub 1968 von Hohenpeißenberg nach Wolfratshausen und war seit diesem Zeitpunkt bis zu seinem Ableben nicht nur ein treues Vereinsmitglied, sondern auch ein erfolgreicher Schachspieler. So gewann er u.a. neben der Stadtmeisterschaft Wolfratshausen (1996/97) auch die Clubmeisterschaft (1978/79) und wurde 1980/81 im Endspiel gegen den starken Peter Hoffelner Pokalsieger. Zusätzlich errang er viele weitere beste Platzierungen bei internen und externen Turnieren.
Obendrein war Manfred eine wichtige Stütze und erfolgreicher Mitstreiter bei den regelmäßigen Mannschaftskämpfen in all den Jahren. Er sorgte mit seinen Siegen für viele Mannschaftstitel.
Nicht nur als Spieler, auch als Funktionär war er in verschiedenen Tätigkeiten lange Jahre im Vorstand. So hat ihm der Schachclub als Anerkennung die Ehrenmitgliedschaft auf Lebenszeit verliehen.
Unvergessen sind neben seinen unzähligen Verdiensten seine Herzlichkeit und seine Wertschätzung gegenüber jedem seiner Gegner. Durch seine stets freundliche und bescheidene, ruhige Art war er nicht nur im Schachclub, sondern auch auf Kreis- und Bezirksebene bekannt, geschätzt und beliebt.
Wir werden Manfred schmerzlich vermissen, aber niemals vergessen!
Uwe Trippe
13.03.2021 – Der Schachclub Wolfratshausen trauert um seinen früheren ersten Vorsitzenden Horst Schmidt. Horst kam am 16.02.1933 in Ulbersdorf (Sachsen) auf die Welt und war über Jahrzehnte Mitglied im Schachclub, davon 1982 – 1986 als 1. Vorsitzender. Große Erfolge stellten sich für Horst im Schach zwar nicht ein, aber er liebte es und wurde für seine fröhliche und zuvorkommende Art von seinen Schachfreunden sehr geschätzt. Neben Schach waren übrigens auch die Schafkopfturniere im Verein seine große Leidenschaft – hier im übrigen durchaus mit Erfolg! Horst Schmidt verstarb am 07. März 2021.

07.08.2021 – Der Schachclub Wolfratshausen trauert um sein ältestes Mitglied. Wie wir heute erfuhren, ist Alfred Prestele vor wenigen Tagen im Alter von 93 Jahren verstorben. Alfred war einer der ersten Mitglieder überhaupt, er trat noch im Gründungsjahr des Vereins, 1948, diesem bei. Aktiv spielte er schon länger nicht mehr, war dem Schachclub aber bis zuletzt sehr verbunden.

08.10.2020 – Der Schachclub Wolfratshausen trauert um Harald Feldbacher, der nach längerer, schwerer Krankheit im Alter von 59 Jahren verstarb. Sein offenes und freundliches Wesen machte ihn weit über den Schachclub hinaus beliebt und sein Qualitäten insbesondere beim Rapid- und Blitzschach waren gefürchtet! Unter großer Anteilnahme seiner Familie und Freunden, so auch viele vom Schachclub Wolfratshausen und anderer Vereine, wurde Harald Feldbacher am 23.10.2020 in der Waldruh Dietramszell beigesetzt.
Mach es gut Harald, und lass dort, wo auch immer Du jetzt bist, auch mal andere beim Blitzschach gewinnen!


Am 18. September 2018 verstarb im Alter von 85 Jahren unser langjähriges Mitglied Rüdiger von Saldern. Bis zu seinem Wechsel zum Schachclub Starnberg Ende der 1990er-Jahre war er jahrzentelang ein bedeutender und starker Spieler und Förderer unseres Vereins. Fritz Absmeier vom Schachclub Starnberg hat einen schönen Nachruf für ihn verfasst.
Am 24.04.2012 verstarb unser langjähriger erster Vorsitzender Leonhard Heinritzi. „Leo“ wurde am 04.03.1945 geboren und wechselte 1982 vom Schachclub Bichl zu uns nach Wolfratshausen. Seine unzähligen Verdienste für unseren Club hat Christoph Humburg seinerzeit im Nachruf für Leo zusammengefasst:
