Unsere 1. Mannschaft war heute bei der 2. Mannschaft von Weilheim zu Gast. Die Weilheimer hatten bisher eine recht durchwachsene Saison in der Zugspitzliga, sind aber immer gefährlich und keinesfalls zu unterschätzen.
Die insgesamt knapp 4 Stunden, die der Mannschaftskampf dauerte, waren durchweg spannend und teils mit spektakulären Partieverläufen gespickt. Auch hätte die eine oder andere Partie durchaus anders enden können. Aber der Reihe nach…
Peter Schneider bekam es an Brett 7 mit dem Caro-Kann-System tun, eine solide Verteidigung, gegen die schwer anzukommen ist. Peter versuchte es dennoch, aber nach nicht ganz zwei Stunden war zuviel Material abgetauscht, so dass für keinen der beiden Spieler mehr Gewinnperspektiven bestanden und man sich auf ein Remis einigte.
Die Französiche Verteidigung war die Wahl von Robert Balder auf Brett 4. Aber nach etwas über 10 Zügen ähnelte die Stellung dann eher einem Holländischen Stonewall. Weiß drückte vehement gegen Roberts Stellung, ohne aber verwertbares daraus zu erzielen. So kam es auch hier zum Remis.
Ebenfalls die Französische Verteidigung wählte der DWZ-starke Gegner von Felix Beck an Brett 1. Mit offenem Visier gingen beide Spieler schnell in den Angriffsmodus über (siehe Stellung im Titelfoto nach TxBe6; Der Turm darf wegen der Drohung Matt in 2 Zügen nicht geschlagen werden!) und die wilde Stellungsentwicklung forderten beide Spieler als auch die Zuschauer aufs äußerste! Schlussendlich mit dem besseren Ende für Felix, der uns damit die zwischenzeitliche 2:1 Führung einbrachte. [Vielleicht wird Felix‘ Partie hier später noch als PGN eingebettet]
Matthias Schmidt an Brett 3 musste gegen die Holländische Verteidigung spielen. Eine Ungenauigkeit kostete zwischenzeitlich einen Bauer, Matthias hielt aber immer geschickt dagegen, so dass das letztendliche Unentschieden – zumindest aus der Zuschauerperspektive – nie in Gefahr geriet.
Kurz darauf aber das Drama an Brett 8: David Prassas, ansonsten ein Punktegarant in dieser Saison, erwischte heute einen schwarzen Tag. Bereits „hoffnungslos auf Gewinn stehend“, verpasste er eine klare Entscheidungsmöglichkeit und geriet, trotz gewonnener Qualiät, in Probleme. Damit nicht genug, denn plötzlich reklamierte der Gegner Zeitüberschreitung! Sehr ärgerlich, vor allem für David, und 2,5 : 2,5 somit der Zwischenstand …
… der nicht lange anhielt! Denn Reinhold Pohle an Brett 2, der Skandinavisch verteidigte, gelang wenig später ein schöner Gewinn und brachte uns wieder in Führung, …
… die wiederum durch die Niederlage von Chistoph Humburg (Brett 5) schon wieder egalisiert wurde! 3,5:3,5!
Die letzte Partie musste also die Entscheidung bringen! Gewinnen die Weilheimer, wir, oder wird’s ein Unentschieden?
An Brett 6 hatte es Hans Höbart mit der italienischen Eröffnung zu tun, die seine Gegnerin, die Weilheimer Spielführerin Martina Pils, gewählt hatte. Martina kam gut aus der Eröffnung heraus und konnte im Verlauf Hans eine Schwäche am Königsflügel verpassen. In einem Anflug von Schachblindheit (nicht der einzige an diesem Tage) wähnte der nicht spielende Mannschaftskapitän Stephan Balder Hans dann sogar kurz davor, zwingend Matt gesetzt zu werden. Aber nicht mit Hans! Kaltblütig fand er den richtigen Verteidigungszug und nach und nach veränderte sich die Stellung sogar zu seinen Gunsten. Zwei verbundene Freibauern (sh. Foto unten) sicherten am Ende seinen Sieg und unseren 4,5 : 3,5 Mannschaftserfolg!







