Das ging ja schon gut an – wenigstens was die Punktebilanz betrifft. Für Nicola Reichert weniger erfreulich. Brett 3 der Gastgeber blieb wegen einer kurzfristigen Erkrankung unbesetzt, Nicola hatte die weite Anreise nach Fürstenfeldbruck umsonst mitgemacht. Aber nicht nur das leere Brett hat für Wolfratshausen gespielt, Fürstenfeldbruck II konnte wegen einiger Erkrankungen und dem gleichzeitigen Spiel der ersten Mannschaft nicht mit seinem stärksten Aufgebot antreten. Dem entsprechend konnten die Gäste auf allen drei Brettern im Mittelspiel leichte Vorteile erringen.
Adam Berger auf Brett 4 geriet dann jedoch mit den schwarzen Figuren im Londoner System sogar etwas ins Hintertreffen, ließ sich eine Ungenauigkeit des Gegners aber nicht entgehen und konnte schließlich das Endspiel mit Turm gegen Springer sicher gewinnen – für Adam der dritte Sieg im dritten Spiel in der Mannschaft!
Auch Alexander Rieger musste in seiner Königsindischen Verteidigung zeitweise um den Punkt bangen, es gelang ihm aber, die Balance wieder zu seinem Gunsten zu verschieben und den Mannschaftssieg mit dem dritten Punkt sicherstellen.
Hermann Weidner kam auf Brett 1 mit der Bird-Eröffnung zu einem starken Angriff, den ein gegnerischer Einschlag als Zwischenzug eigentlich nicht gefährden konnte, doch brachte ihn ein falscher Königszug in große Bedrängnis. Es entwickelte sich ein harter Verteidigungskampf mit beiderseitigem Druck auf die gegnerische Königsstellung. Hier war dann die Glücksgöttin auf der Seite der Wölfe: der unter hohem Zeitdruck spielende Gastgeber hat die Möglichkeit zu einem siegreichen Abspiel nicht erkannt, und mehrere Züge später stellte er seine Dame gegen einen Läufer ein – mit sofortiger Spielaufgabe zum 0:4.
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